Archive | 12. Apr, 2008

Tip

12 Apr

Radical Advertising

Wer am Woe noch nix geplant hat und in DD abhängt kann sich ja mal die Radical Advertising Ausstellung zu Gemüte führen.

Die Ausstellung mit dem provokanten Titel zeigt, dass der Wechsel vom 20. zum 21. Jahrhundert einen radikalen Paradigmenwechsel in der Werbung markiert.

Unter dem Vorzeichen der Globalisierung werden die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts zum Jahrzehnt der No-Logo-Bewegung und des Adbusting – ein Angriff auf die Vermüllung der semiotischen Umwelt mit Werbebotschaften.

Geradezu federführend dabei war die Modeindustrie: sie verkaufte es nicht nur als chic, gehijackte Logos zu tragen, sondern bediente sich in ihren Werbeauftritten auch erfolgreich der Techniken der Antiwerbung. Und wird damit zu einem Vorreiter eines radikal gewandelten Werbeverständnisses, das die Angriffe politischer wie künstlerischer Positionen auf die globale Werbung erfolgreich in Kampagnen inkorporiert. Die Ausstellung zeigt die Adbuster Kampagnen und die kritischen Kunstreflexionen von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Cindy Sherman und Daniele Buetti ebenso wie die meinungsbildenden Kampagnen von Benetton, Sisley oder Diesel, von Calvin Klein oder Comme des Garcons.

Die Globalisierung zeitigt aber seit den 90er Jahren auch einen fundamentalen Wandel im Media-Konsum der Verbraucher. Auf den Mediaoverkill durch die totale Fragmentierung des Fernsehens, durch Web, Mobilfunk und Instant Messaging antwortet die Werbung mit einer zweiten ebenso radikalen Volte im 21. Jahrundert: sie entfernt sich von der Massenkommunikation und spricht den einzelnen dort an, wo sie ihn erreicht. Die Beziehung zum Konsumenten wandelt sich vom Passiven zum Aktiven. Buzz-Marketing, Guerilla- und Ambient-Werbung, Web2.0 erfinden den teilnehmenden Consumer. Die Ausstellung baut dazu spektakuläre Ambient Werbeauftritte dreidimensional nach und führt in die Werbewelt des Web2.0. und auf Youtube.

Auch hier greifen wieder Künstler subversiv und agressiv in die Werbewelt ein: Zevs „kindnapped“ Werbefiguren aus Plakaten, Tom Sachs „baut“ in Heimwerkermanier ein McDonald Restaurant nach …

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Wenn die Ausstellung allein kein Grund ist vorbeizuschauen dann sollte es aber der Comme des Garcons Guerrila Store sein.

Guerilla Store

Comme des Garcons Guerilla Store in Düsseldorf

Guerilla Stores – eine Boutique eröffnet an einem nicht vorherzusehenden Ort, an einem nicht voarb bekannten Datum, und macht keine Werbung. Was allen Regeln der (Marketing-)Kunst widerspricht ist globaler Trend geworden. Erstes Beispiel war der Guerilla Store des japanischen Edellabels Commes des Garcons an der Chausseestraße 124 in Mitte. In der früheren Brecht-Buchhandlung, gleich neben dem Bertolt-Brecht-Haus, wurde teure Designermode in äußerst puristischem Ambiente dargeboten. “Entscheidend sind die Aura des geschichtsträchtigen Ortes und natürlich die Produkte selbst”, erklärt der Managing Direktor Christian Weinecke.

Das Konzept des Comme des Garcons Stores wurde von der Gründerin des Labels, Rei Kawakubo, und ihrem Mann, Adrian Joffe, entwickelt. Eine Idee für ein Geschäft, das nur für ein Jahr bestehen bleiben darf, billig ist und etwas abseits liegt. Ein Geheimtip also, den man suchen, ja erobern muß. Das Konzept der Guerilla Stores basiert auch auf einem bewußten Verlust der Kontrolle. “Jahrelang wurde in der Modewelt alles perfekt geplant. Hier gibt es noch Platz für Eigeninterpretation und Kreativität”, meint der studierte Architekt Weinecke.
Von Berlin aus wurde der Guerilla-Trend weiter getragen: Comme des Garcons hat bereits weitere Stores in Warschau, Singapur und Helsinki, in Beirut und Krakow eröffnet.

Und jetzt in Düsseldorf – im NRW-Forum. Mittelpunkt der Ausstellung RADICAL ADVERTISING Ist ein Comme des Garcons Guerilla Store, der mit den neuesten Modellen des Modelabels und mit Retro-Produkten bestückt ist. Eine Boutique, die mit Ausstellungsbeginn auftaucht und an ihrem Ende der Ausstellung wieder verschwindet. Ein Konzept, das Comme des Garcons schon in vielen Städten verwirklicht hat; jedoch noch nie in einem Museum. Rebellisch wird die fortschreitende Merkantilisierung der Museen auf die Ironie-Spitze getrieben. Durch den Maschendrahtzaun des Store wird sich der vergitterte Blick in die Schauräume des Museums richten. Und im Museumsraum stehen die Besucher und schauen durch den Zaun in die Glitzerwelt des Konsums.

Wochenrückblick

12 Apr

So, letzte Woche durfte Andre, nu bin ich dran. Allerdings etwas kürzer, denn es tut sich doch einiges hier und wir haben ne Menge Arbeit. Das ist gut aber anstrengend.

Unter der Woche konnten wir noch ne Koop eintüten, die schon nächste Woche live geht. Einen Spezial Contest unter einem bestimmten Thema. Damit wollen wir in Zukunft noch mehr experimentieren. Mehr zu den aktuellen Projekten im nächsten Newsletter und dann natürlich auch an den gewohnten Stellen.

El Santo

Natürlich waren wir auch wieder ordentlich am Drucken. Diesmal kam Andre schon nach ner halben Stunde vom Andruck zurück, ein gutes Zeichen, Wrestlingikone „El Santo“ lässt sich relativ leicht aufs Shirt bringen. Richtig umgehauen hat mich die Qualität des Arcade Family, da hat unser Mike ganze Arbeit geleistet, richtig filigran kommt die Family daher.

Gestern Abend haben wir dann mal wieder für nen schönen Ausgleich gesorgt und uns in der Milchbar vergnügt. Vorher haben wir uns mit den Jungs von styleranking getroffen, eine Plattform, auf der du deine Klamotten zeigen und bewerten lassen kannst. Die geben da gut Gas und hören richtigerweise von Anfang an auf das Feedback der User. Ich bin ja noch nicht so lange in Düsseldorf, aber die Milchbar war nun nicht so meins, eine Stunde Wartezeit (wenigstens mit fiesem Litschischnaps), sehr schlechte Musik und zu voll. Naja, ist halt nicht Golden Pudel Club :-P

Barcamp Republica

Jo, was gibt’s noch Neues? Ach so, genau, war ja auf der Re:publica letzte Woche. Super Veranstaltung! Kann man nur empfehlen, wenn ihr mal die Chance habt, dann ab nach Berlin. Hier gibt’s die Hauptsessions als Videoclips in hervorragender Qualität. Es geht vor allem um Blogs, deren Monetarisierung, Musik, Journalismus. Diesmal „nur“ eine Person mit ABT Shirt gesichtet (es gibt nichts, was mehr flashed…), big shout-outs to Dirk! (Das war beim Barcamp Hannover noch anders ;-) siehe Pics!

Und noch einen Brandstore präsentieren wir euch seit gestern. Superyou macht Shirts mit Stickerei und Co. Take a look!

Nun schrauben wir die Koop fertig übers Wochenende und dann gehts am Montag weiter. So, des wars von mir, hupsa, nun ist es doch was länger geworden, allen ein schönes Wochenende, over and out.