Passend zum Launch seines ersten ABT Shirts “Tod in Rente” haben wir David interviewd. Kaffee holen, lesen, bitte:
Hallo, David. Stell Dich bitte den Leuten einmal vor. Wie hast Du deine Karriere als Designer gestartet?Hallo, ich bin David Seydel, 21 Jahre aus Stuttgart. Angefangen hat es damals bei mir, dass ich mich ab der 11 Klasse Gymnasium für das Profilfach Gestaltung- und Medientechnik entschieden habe. Hier konnte ich erstmals alles beschnuppern, was mit Design, Gestaltung und Medien zu tun hat.
Eine kurze Erläuterung Deines Motivs für ABT:
Mein Motiv „Tod in Rente“ ist eine verspielt, anmutende Visualisierung des Mythen umwobenen Sensenmanns, der dabei ist, seine Blumen zu pflegen. Die Sense dient dabei schon lange nicht mehr für die eigentliche Arbeit, sondern viel mehr zur Gartenpflege. Dabei habe ich darauf geachtet, dass das Sensenmännchen eher süß und harmlos wirkt und den Gruselfaktor verliert.
Wo wohnst Du zur Zeit? Erzähl uns etwas über Deinen derzeitigen Job und Deine Projekte.
Ich wohne in Stuttgart, nur wenige S-Bahnminuten vom Kern entfernt. Derzeit mache ich eine Ausbildung zum Mediengestalter in einer Reproduktion. Als Schnittstelle zwischen Werbeagentur und Druckerei lerne ich dort alles von Bildretusche, Composings über Farbmanagement bis hin zur Druckfertigung von Printerzeugnissen. Was ich dort nicht 100% ausleben kann ist Kreativität, daher bin ich froh, dass es solche T-Shirtcontests wie diesen gibt
Was sind Deine Pläne für die Zukunft?
Erstmal möchte ich meine Ausbildung abschließen. Danach plane ich zu studieren. Allerdings möchte ich mir für die genaue Richtung noch etwas Zeit lassen. Eins ist jedoch klar, der Studiengang muss etwas mit Design und Gestaltung zu tun haben.
Was würdest Du jemandem raten, der Designer werden möchte?
Ich glaube das wichtigste ist, das man Spaß an der Sache hat. Man darf nicht das Gefühl haben, acht Stunden arbeiten zu müssen. Wenn man sich nach acht Stunden wundert, dass die Zeit schon vorbei ist, ist man auf dem besten Weg ein guter Designer zu werden. Dazu ist es immer wichtig, sich zu informieren, die Augen offen zu halten und die Welt aus verschiedenen bzw. aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.
MAC oder PC? Und warum?
Ich komme mit beidem gleich gut zurecht. Allerdings muss man schon sagen, dass so ein Mac durch sein eher schlicht wirkendes Aussehen und die Funktionalität eine gewisse Schönheit hat.
Spielst Du Videospiele?
Früher war ich begeisterter Zocker, allerdings hat sich das gelegt. Ich nutze die Zeit dann lieber um in Photoshop oder Illustrator rumzubasteln.
Was war das grösste oder schönste Projekt an dem Du gearbeitet hast?
Ich durfte für die deutschen Kickboxmeisterschaften ein Plakat + Flyer gestalten. Da ich selber gerne Kampfsport betreibe, war das eine sehr schöne Aufgabe. Das Hauptgestaltungsziel bestand nämlich darin, den Sport als fairen Sport mit Regeln zu präsentieren, was er ja auch ist, und nicht als irgendeine Hinterhof-Boxkampange. Daher wurde auch eine alte Oper als Location für die Veranstaltung gewählt.
Welche Hobbies hast Du außer Lesen, Reiten und Schwimmen?
Wie grad schon angesprochen mache ich zweimal in der Woche Kampfsport. Außerdem spiele ich sehr gerne E-Gitarre. Mein Musikstiel geht dabei eher in die Bluesrockrichtung, da dieser Musikstiel nahezu unendliche viele Ausdrucksmöglichkeiten für die Gitarre bietet. Zudem ist mein Beruf gleichzeitig mein Hobby. Es ist einfach toll, sich ein paar Stunden hinzusetzen etwas zu gestalten und andere Menschen damit zu erfreuen. Aja und bevor ich es vergesse, im Winter fahre ich leidenschaftlich gerne Snowboard. Es gibt nichts schöneres als hohe Berge, klare Luft, schönen Powder, Snowboards und nette Leute.
Würdest Du gerne im Ausland arbeiten? Wenn ja, wo?
Ich fände Kalifornien super, allerdings würde ich vom heutigen Standpunkt aus nur eine gewisse Zeit dort verbringen, da es mir hier schon recht gut gefällt.
Bist Du viel im Netz unterwegs? Was schaust Du Dir jeden Tag an?
Klar, bei „a better tomorrow“ schau ich natürlich oft vorbei. Ansonsten schau ich mich gerne bei Spiegel-Online um oder durchsuche die Weiten des Internets nach neuen Inspirationen für ein Design.
Wo sind Deine Roots? Was hat Deinen Stil geprägt?
Zum Teil hat mich etwas die Musik (Punkrock) geprägt, zum Teil auch Streetart. Mich hat dabei schon immer das provozierende und revolutionäre begeistert. Allerdings darf meiner Meinung nach die Provokation nicht zu übertrieben sein, sondern sollte im gewissen Maße sympathisch sein, damit man sich damit identifizieren kann.
Was ist Dein Lieblingsfilm?
Einen direkten Lieblingsfilm habe ich nicht. Was mir allerdings an Filmen so in letzter Zeit recht gut gefallen hat war lustigerweise „Fight Club“ aber erst nach dem zweiten Mal anschauen.
Erzähl uns etwas über Deinen Arbeitsprozess? Hast Du eine bestimmte Herangehensweise an Projekte?
Das kommt immer drauf an, inwiefern mich die Vorgaben des Projektes einschränken. Aber meistens ist es so, dass ich eine Idee habe und dann während der Umsetzung der Idee neue Ideen entstehen bzw. ich Dinge ergänze.
Kaffee oder Cola?
Cola
Tag- oder Nachtarbeiter?
Dann doch eher Tagarbeiter.
Wer oder was sind Deine Vorbilder?
Mhh, ein direktes Vorbild habe ich nicht. Allerdings gibt es natürlich Menschen, an denen ich das ein oder andere gut oder bewundernswert finde.
Abschliessende Worte!? Willst Du noch was loswerden?
Ich muss sagen, das solche Designcontest wie „a better tomorrow“, eine gute Sache sind. Der Designer wird gut behandelt, da er seine Rechte am Motiv ja nur vorübergehend bzw. nur teilweise abtritt. Außerdem kann man sich selbst weiterentwickeln, von Anderen lernen oder sein Design der Kritik der Community aussetzen.
Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die für mich gevotet haben bzw. für die netten Kommentare. Ein besonderer Dank natürlich auch an das „A Better Tomorrow Team“ : – )
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