Bkopfone liefert uns und euch ein Update. Zwischen seinem ersten Sieg bei ABT und dem zurückliegenden “Reboot” lag ein kleines Weilchen…und daher dachten wir uns…Auffrischung is angesagt. Zack:
Hallo, Daniel. Stell Dich bitte den Leuten einmal vor. Wie hast Du deine Karriere als Designer gestartet?
Heisse Daniel aka Bkopf. Ich bin 28 Jahre alt und Illustrator / Kommunikationsdesigner aus dem juhtsten Osten Berlins wa.
Schon als Kind. „Gib mir einen Stift und ich male Mutterns beste Tapete bunt“. Habe schon immer gerne gezeichnet. War nie besonders gut, aber dafür viel gemalt…
Als Jugendlicher ging es dann immer mehr in Richtung Graffiti und Hiphop. Zu der Zeit wollte ich aber noch Animationsdesigner/Trickfilmzeichner werden. Bin nach dem Zivildienst, nach einem Praktikum für visuelle Kommunikation, in Berlin backen geblieben. Mit dem Studium zum Animationsdesigner hat es nicht geklappt, weil ich viel zu viel mit Graffiti beschäftigt war.
2005 ging ich dann an die Berliner technische Kunstschule und studierte Kommunikationsdesign. Danach ging dann alles relativ schnell seinen Lauf. Praktikum, Trainee in der Agentur „gosub-communication“ wo ich bis heute als Fester Illustrator arbeite und nebenher noch gerne Illustrationen für Klamotten mache. Leider bleibt dafür aber meist wenig Zeit.
Wo wohnst Du zur Zeit? Erzähl uns etwas über Deinen derzeitigen Job und Deine Projekte.
Wohne seid fast 8 Jahren in Berlin und arbeite derzeit als Illustrator und Screendesigner in der Agentur gosub communication (www.gosub.de). Dazu gehören meist Kinder und Jugendprojekte, sowie Süsssigkeitenhersteller (Schweizer Fernsehen, Nick online, Ferrero-nutella und viele andere mehr). Von Charakterdesign bis Layouts, Backgroundillustrationen und online -games. Nebenher, wie schon gesagt, mache ich noch gerne Illustrationen für Klamotten. Die Richtung macht mir zur Zeit am meisten Spaß und werde es in Zukunft auch mehr vertiefen.
Was sind Deine Pläne für die Zukunft?
Idealplan wäre mich selbständig zu machen, um als freier Illustrator arbeiten und davon Leben zu können, ohne mein Privatleben dabei zu opfern. Eigene Projekte und mit andern Leuten coole Sachen machen, die stilistisch zu mir passen. Nur Werbung und Vollkommerz ein Leben lang ist mir dann doch zu fade.
Was würdest Du jemandem raten, der Designer werden möchte?
Reiche Eltern, gute Kontakte und einen langen Atem…nee Spaß… Skills braucht man und Spaß an der Arbeit. Offenheit und Kompromissfähigkeit, denn für Kunden zu arbeiten ist nicht immer Honig schlecken…und natürlich immer aufn Laufenden sein was so abgeht. Im Prinzip geht’s eh meist nur um Trends. Ein bisschen Wandlungsfähigkeit kann auch nicht schaden.
Kann jetzt eher nur von der kommerziellen Schiene sprechen. Kunst und reine Selbstverwirklichung ist da noch ein anderes Genre, aber wenn man am Anfang steht muss man ja irgendwie seine Brötchen backen und kann sich parallel was eigenes aufbauen.
Zumindest probiere ich es so.
MAC oder PC? Und warum?
Ach diese Diskusion ist mir immer zu bieder. Ich arbeite mit beiden Systemen. PUNKT
Spielst Du Videospiele?
Eigentlich sehr selten. Ich bin nicht so der Zocker.
Was war das grösste oder schönste Projekt an dem Du gearbeitet hast?
Das war jetzt vor kurzen ein riesen Projekt fürs Schweizer Fernsehen. Eine Trimediale Kinderplattform (zambo.ch). Dazu gehörte eine Internetcommunity (ähnl. Wie Studi und facebook) in Kombination mit TV und Radio. Ich habe die Avatare und Erlebniswelt entwickelt, die auch im TV zu sehen sind als Gameshow usw.. Dazu kam auch ein fetter Artikel in der Sept. Ausgabe der „weave“.
Welche Hobbies hast Du außer Lesen, Reiten und Schwimmen?
Schwimmen schon
, paar Jahre als Ausdauersport. Zur Zeit geht’s erst mal nicht, da ich einen Hund habe, der nach der Arbeit seinen Auslauf braucht und somit mein neues Vollzeithobby geworden ist
.
Ab und zu paar Wände malen(wenn Zeit zu ist). Ich koche und backe auch mal gerne
. Ansonsten standart Zeugs halt…was man so treibt,wenn man nix besseres zu tun hat…
Würdest Du gerne im Ausland arbeiten? Wenn ja, wo?
Irgendwie wäre es schon cool. New York oder ähnl. . Aber bin eher Heimatverbunden. Drauf anlegen tue ich es nicht. Wenn sich was ergibt Warum nicht“?
Bist Du viel im Netz unterwegs? Was schaust Du Dir jeden Tag an?
Ja, ich verschwende da zu viel Zeit im Netz auf den gängigen Plattformen wie facebook, youtube und co… und gucken was die Konkurenz so treibt …
Wo sind Deine Roots? Was hat Deinen Stil geprägt?
Ganz klar Graffiti und Cartoons. Ich liebe dieses Zeugs einfach von Kindheit an.
Was ist Dein Lieblingsfilm?
Jede Menge, ich stehe aber eher so auf Comicverfilmungen und animiertes.
Erzähl uns etwas über Deinen Arbeitsprozess? Hast Du eine bestimmte Herangehensweise an Projekte?
Einfach anfangen. Versuchen paar Ideen zu finden, skribbeln, Bücher oder Internet nach Inspirationen suchen und dann entsteht schon was. Zuviel darüber nachdenken behindert…mich zumindest. Probieren, Stil definieren, Idee formulieren, ausarbeiten und Kunden glücklich machen.
Kaffee oder Cola?
Am liebsten Kaffe mit cola, aber light!
Tag- oder Nachtarbeiter?
Früher eher Abend-Nachtarbeiter. Jetzt eher am Tage und am Abend
Wer oder was sind Deine Vorbilder?
So richtige Vorbilder, ohne Namen zu nennen, sind Leute, die ihr Ding einfach durchziehen ohne sich beirren zu lassen und sogar davon Leben können. Leute die mit ihren Schaffen was erreichen …aus dem „Nichts“ ein „etwas“ erschaffen.
Und vor Allem Leute mit Erfolg im Leben, die auf dem Boden bleiben. Viele Leute finden sich einfach zu toll und sind es aber einfach nicht
. Das fand ich im Graffiti immer schrecklich.
Abschliessende Worte!? Willst Du noch was loswerden?
Danke, bin grad satt.
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