Interview mit robokid | mit robokid |
Alles was Du schon immer über einen Designer wissen wolltest.
Luis Fernando Masallera robokid.blogspot.com Designs |
Hey, Luis. Stell Dich bitte den Leuten einmal vor. Wie hast Du deine Karriere als Designer gestartet? Guten Tach, ich bin Luis. Meine Freunde nennen mich Roboterjunge. Als Kind habe ich katastrophal gezeichnet und meine Lehrer haben mir allesamt mangelndes Talent in diesem Bereich bestätigt. Mit 14 bekam ich eine Sprühdose in die Hand und nachdem ich in der 10ten Klasse ein Praktikum in einer Werbeagentur machte, war eigentlich alles klar. In Berlin hab ich eine Zeitlang auch noch plakatiert. Das mach ich aber beides schon seit längerem nicht mehr, schade eigentlich. Eine kurze Erkäuterung Deines Motives für ABT: Das Motiv stellt ein Yoga-Monster dar. Vor nem Jahr oder so habe ich angefangen Monster zu zeichnen und bin irgendwie darauf hängengeblieben, wovon man sich durch einen Blick auf mein Weblog mit Leichtigkeit überzeugen kann. Wo wohnst Du zur Zeit? Erzähl uns etwas über Deinen derzeitigen Job und Deine Projekte. Ikke wohne inne Berline, wae? Inne Frrittenhaine! (Anm.d.Autors: Zugezogene sollten nicht Berlinern.) Ich studiere Kommunikationsdesign im 9ten Semester. Eigentlich sollte ich schon fertig sein, aber dafür muss noch der 20(!!) Seiten umfassende Theorieteil meiner Diplomarbeit geschrieben und ich bin doch soooo schreibfaul :’( Vor ein paar Monaten ist mein Bafög ausgelaufen, seitdem finanziere ich mich durch eine Mélange aus Freelance Designerei und Jobs im Berliner Nachtleben, Leute betrunken machen und so. Zur Zeit mache ich viele Partyflyer und allmählich werde ich auch von regulären Agenturen gebucht... Was sind Deine Pläne für die Zukunft? Bis Ende nächsten Monats die Theoriearbeit schreiben, eine Woche fusionieren, danach den Praktischen Teil meines Diploms in Präsentationsform bringen und dann endlich fertigstudiert haben, HA! Mein ideales Arbeitsmodell wäre, 2-3 Tage die Woche in Agenturen zu arbeiten, für reguläre Tagessätze, um mich 2-3 Tage die Woche mit Musikbezogener Grafik zu beschäftigen, die es sich nicht leisten kann reguläre Tagessätze zu bezahlen. Ganzganz toll am Grafikerdasein ist ja auch, dass man nicht zwangsläufig geographisch gebunden ist, solange man einen ordentlichen Zugang zum www hat. Ich würde also gerne öfter mal mein Büro in den Rucksack packen und vom Ausland aus arbeiten. Was würdest Du jemandem raten, der vorhat Designer zu werden? Ööööhm, hmmm...Üben und Kontakte knüpfen? MAC oder PC? Und warum? Mekkmekkmekk. Zum Einen funktionieren sie und zum Anderen sehen sie hübsch aus. Ich will nicht damit beschäftigt sein meinen Computer am Laufen zu halten, ich will ihn einfach nur benutzen. Spielst Du Videospiele? Ein ganz großes NEIN. Nicht, weil ich keine Videospiele mag, sondern weil ich sie zu sehr mag. Den Großteil meiner Kindheit und die Hälfte meiner Jugend habe ich mit einem Atari2600, einem CPC464, einem SNES und der PS1 verbracht. Ich glaube, ich habe bereits für zwei oder drei Leben gespielt. Was war das grösste oder schönste Projekt an dem Du gearbeitet hast? Mein 5tes Semester, welches in einem Praxissemester bestand, habe ich bei http://psyop.tv in NewYork verbracht. Das war eine beindruckende Erfahrung, zu sehen, was man in einem grossen Team, mit so unglaublich fähigen Leuten, erreichen kann. Welche Hobbies hast Du außer Lesen, reiten und schwimmen? Anime kucken, unglaublich viel Anime kucken. Dann Fahrrad fahren. Die Schweine haben letztes Jahr mein geliebtes rotes Rennrad geklaut, aber dank ABT kann ich mir jetzt wieder ein neues kaufen, yippieh! Und dann, ja dann, hehe, ja dann geh ich „ab und zu“ mal „feiern“... Würdest Du gerne im Ausland arbeiten? Wenn ja, wo? Unbedingt, ich liebe Berlin und möchte es als Basis behalten, hätte aber nichts dagegen ab und an für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen, im Winter zum Beispiel. Irgendwann wird es mich nach Tokio verschlagen, das habe ich schon lange vor. Und dann würde ich auch gerne wieder mal nach NYC, da lässt es sich wirklich sehr gut arbeiten. Bist Du viel im Netz unterwegs? Was schaust Du Dir jeden Tag an? Ähm, schuldig. Meine Startseite ist http://drawn.ca. Zig DesignBlogs im Feedreader und ein paar Newsseiten, allen voran http://heise.de, jaja, ich weiss, ganz schön Nerdig, aber dieser ganze Web2.0/ Technologiekram ist doch sooo interessant. Und in sonem obskuren NachtlebensForum, welches nicht namentlich genannt werden möchte, treibe ich mich öfter rum, als wahrscheinlich gut für mich ist. Wo sind Deine Roots? Was hat Deinen Stil geprägt? Die Trickfilme der 80er und frühen 90er, alte Videospiele und Graffiti. Was ist Dein Lieblingsfilm? Zu viele. Schräges, skurriles, gerne experimentelles, weniger gerne hollywoodhaftes. Erzähl uns etwas über Deinen Arbeitsprozess? Hast Du eine bestimmte Herangehensweise an Projekte? Am liebsten habe ich ein paar Tage Zeit um eine Projekt erstmal im Kopf herumzutragen und unbewusst auszubrüten. Dann sammle ich Reference, überleg noch mal ein bischen, mach ein paar Skizzen und setz mich an den Computer. Ach ja, zwischen den einzelnen Arbeitsschritten verzweifle ich regelmäßig, aber am Ende klappts dann doch immer. Wird man diese Verzweiflung wohl irgendwann los, oder ist es ebendiese, die einen vorantreibt? Man weiß es nicht, man weiß es nicht. Kaffee oder Cola? Kaffee Olé! Tag- oder Nachtarbeiter? Lieber Tag. Vor Deadlines aber regelmäßig Nachts. Wer oder was sind Deine Vorbilder? AstroBoy Abschliessende Worte!? Willst Du noch was loswerden? a) Lasst euch nicht als Praktikanten ausbeuten! b) *bleepbleep* |


